Ein Wochenende in Ostholstein: Zwischen Ostsee, Fischerbooten und Kellenhusen

Wir sind Freitag Nachmittag los. Keine 3 Stunden von Hamburg und plötzlich riecht es nach Salz, Teer und frischen Fischbrötchen. Ostholstein im April. Noch kein Sommertouristen-Wahnsinn, dafür leere Strände und diese Ruhe, die man nur hier findet.

Tag 1: Ankommen in Kellenhusen

Erster Stopp: Kellenhusen. Und ja, der Ort hat uns überrascht. Kleiner als Timmendorfer Strand, aber genau deshalb so angenehm. Die Seebrücke ist 270 Meter lang und ragt direkt ins Wasser. Wir stehen da oben, Wind im Gesicht, und schauen den Kitesurfern zu. Keine Schicki-Micki-Bude, sondern echt.

Die Gastgeberfreundlichkeit merkst du sofort. Unsere Ferienwohnung 200 Meter vom Strand hat uns die Vermieterin mit einem Korb Ostholsteiner Landbrot und Marmelade begrüßt. „Wenn was fehlt, klingeln Sie einfach bei uns gegenüber.“ Sowas gibt’s nur hier. Kein Anmeldeautomat, kein Check-in-Code.

Abends sind wir ins Fischrestaurant Kellenhusen am Hafen. Räucherfisch direkt vom Kutter, dazu ein Glas Rotspon. Draußen klappert das Takelwerk der Boote. Mehr braucht es nicht.

Tag 2: Von Heiligenhafen bis Fehmarn

Samstag haben wir uns ein Rad geliehen und sind die Küste hoch. Heiligenhafen mit seinem bunten Fischereihafen ist Pflicht. Die Kutter kommen morgens rein und ab 11 Uhr kannst du direkt an der Kaikante Fisch kaufen. Die Steinwarder-Halbinsel dahinter ist ein Naturparadies. Watt, Salzwiesen, hunderte Vögel. Schietwetter-Tipp: Das Fischereimuseum Heiligenhafen ist klein, aber erzählt richtig gut vom Leben der Fischer.

Mittags weiter nach Fehmarn. Die Fehmarnsundbrücke ist schon ein Anblick für sich. Auf der Insel lohnt sich Burgstaaken mit dem Museumshafen und dem U-Boot. Für die Aussicht hoch auf den Leuchtturm Flügge. Bei klarer Sicht siehst du bis nach Dänemark.

Zurück in Kellenhusen haben wir uns im Strandcafé Meerblick einen Kuchen geholt. Hausgemachter Rhabarberkuchen mit Sahne. Der Blick auf die Ostsee inklusive. Und das Beste: Draußen stehen Strandkörbe, die keiner reserviert hat.

Tag 3: Kultur + Entschleunigen

Sonntag Morgen war der Strand leer. Nur Möwen und zwei Jogger. Perfekt für eine lange Wattwanderung bei Ebbe. Danach sind wir nach Grömitz gefahren. Größer, lebhafter, mit der längsten Seebrücke der Ostsee. Aber nach Kellenhusen fast schon zu viel Trubel für uns.

Auf dem Rückweg noch ein kurzer Stopp in Lensahn. Das Ostholstein-Museum im alten Gutshaus zeigt dir, wie die Region früher gelebt hat. Bauern, Fischer, Reeder. Bodenständig, ohne Schnickschnack.

Was Ostholstein besonders macht

Es ist die Mischung. Tagsüber Ostsee und Natur im Nationalpark Ostsee. Abends fangfrischer Fisch und Leute, die noch Zeit für ein Gespräch haben. Die Unterkünfte hier sind keine sterile Hotelketten. Es sind Ferienwohnungen von Familien, die seit 30 Jahren vermieten. Pensionen, wo der Wirt dir morgens sagt, wo heute die Kutter anlegen.

Und genau das ist Gastgeberfreundlichkeit. Nicht 5-Sterne-Spa, sondern ein ehrliches „Moin“ und der Tipp, wo es den besten Fisch gibt.

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Unser Fazit

Ostholstein ist nichts für Instagram-Poser. Es ist für Leute, die Wind, Weite und echten Norden wollen. Und Kellenhusen? Das ist unser Geheimtipp. Kein Massentourismus, dafür ein Hafen, der noch lebt, und Gastgeber, die ihren Ort lieben.

Wir kommen wieder. Nächstes Mal im Herbst, wenn der Wind noch rauer ist und die Räucherfisch-Bude um 17 Uhr schließt.


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Ostholstein, da wo einen der Ursprung Erholung und Gastfreundschaft trifft. Danke Kellenhusen

Ostholstein, da wo der Ursprung von Erholung und Gastfreundschaft zu finden ist. Danke Kellenhusen

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